Erste allgemeine Informationen für Gründer

A. Öffentliche Beratungsstellen

 

Für gewerbliche Gründer, außer reine Handwerksberufe: 

 

Das Münchner Existenzgründungs-Büro (MEB) - Träger sind die Landeshauptstadt München und die IHK für München und Oberbayern in Zusammenarbeit mit dem Referat für Arbeit

 

Münchner Existenzgründungs-Büro (MEB)

c/o IHK für München und Oberbayern                 Öffnungszeiten:

Balanstraße 55-59                                            Mo - Do: 9.00 - 18.00 Uhr

81541 München                                                Fr:         9.00 - 16.00 Uhr

Telefon: 089 5116-1759

Fax: 089 5116-1764

E-Mail: meb@muenchen.ihk.de

 

Homepage: https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Gründung/MEB-–-Münchner-Existenzgründungs-Büro.html


 

Startup Unit der IHK für München und Oberbayern

Die Startup Unit unter www.ihk-muenchen.de/de/Gründer.html ist eine gute Anlaufstelle, wenn es um innovations- und wachstumsorientierte Gründungen geht.

 

Besonders zu folgenden Themengebieten:

 

  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Healthcare and Life Science
  • Cleantech
  • E-Commerce 

 

Zu den Bereichen Gründungsservice, Innovation, Außenhandel und Coaching berät kostenlos ein Expertengremium und koordiniert Hilfestellung auf der gesamten IHK-Ebene.

Zudem bietet die IHK eine regionale Beratung im Landkreis Freising an. Die Beratungssprechtage und Ansprechpartner finden sie unter:

www.gruenden-in-oberbayern.de/appointment_venues/freising/

 

 

Für Gründer in Handwerksberufen:

Gründeragenturen der Handwerkskammer für München und Oberbayern in München, Ingolstadt, Mühldorf, Rosenheim, Traunstein und Weilheim unterstützen kostenlos alle Existenzgründer im Handwerk. Nähere Informationen zur Gründeragentur und zum einheitlich europäischen Ansprechpartner finden sie unter:http://www.hwk-muenchen.de/artikel/gruenderagentur-und-einheitlicher-ansprechpartner-74,3985,7271.html

 

Betriebsberater der Handwerkskammer für München und Oberbayern

Weiterhin bietet die Handwerkskammer mit ihren regional tätigen Betriebsberater Existenzgründungsberatungen zu allen betriebswirtschaftlichen Themenkomplexen an. Die Betriebsberater führen auch kostenlose Existenzgründungsseminar durch. Unter der Rubrik "Existenzgründung" (obere Laufleiste) finden sie auf der Seite der Handwerkskammer www.hwk-muenchen.de zahlreiche Hinweise sowie Unterlagen zum Download.

 

Handwerkskammer für München und Oberbayern

Max-Joseph-Straße 4

80333 München

Telefon 089 5119-168 /-391 / -393

gruenderagentur@hwk-muenchen.de

 

 

Für angehende Freiberufler:

Institut der freien Berufe (IFB) ist eine erste Anlaufstelle für Freiberufler, die vor und nach der Existenzgründung fachmännischen Rat und Unterstützung brauchen. Angeboten werden Gründungsberatungen, fachspezifische Workshops und Seminare, geförderte Coachings für Freiberufler und  Gründungsinformationen.

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden sie unter:

http://ifb.uni-erlangen.de/gruendungsberatung/

 

 

 

B. Öffentliche Fördermittel und Unterstützungsleistungen

 

I. Zuschüsse

 

1. Der Gründungszuschuss (Bundesagentur für Arbeit)

Um Unternehmensgründungen "aus der Arbeitslosigkeit" zu unterstützen, wurde der Gründungszuschuss im Auguste 2006 als stattliche Transferleistung eingeführt. Seit dem 28. Dezember 2011 ist der Gründungszuschuss bei Neuanträgen keine Pflichtleistung, sondern nur noch eine Ermessensleistung.

 

Die erste Förderphase (sechs Monate) soll die Förderung den Lebensunterhalt und die soziale Sicherung der Gründer sicherstellen (Berechnungsbasis: Arbeitslosengeld I zzgl. 300 € für 6 Monate). Die zweiten Förderphase (neun Monate) umfasst die Förderung nur noch den Sozialversicherungsschutz, d.h. 300 € /Monat für 9 Monate.

 

Der Gründer muss zwingend Anspruch auf Arbeitslosengeld I für mindestens 150 Tage haben und aus der Arbeitslosigkeit gründen, d.h. mindestens 1 Tag arbeitslos sein.

Weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen sind:

  • Vorliegen der persönlichen und fachlichen Eignung (z.B. Qualifikationsnachweise)
  • Tragfähigkeit der Existenzgründung (fachkundige Stellungnahme, z.B. durch IHk oder Handwerkskammern über und zum Unternehmensgründungskonzept)
  • Mindestens 24 Monate sind vergangen, falls vorher nach dem SBG III schon einmal eine Existenzgründungsförderung stattgefunden hat.

 

Der Anspruch auf Gründungszuschuss erlischt zudem in dem Monat, in dem der Gründer das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Solange der Anspruch auf Arbeitslosengeld I, z.B. wegen einer Sperrzeit ruht, wird kein Gründungszuschuss ausbezahlt. 

 

Arbeitslosengeld II-Empfänger haben keinen Anspruch auf eine Förderung mit dem Gründungszuschuss. Ihnen steht - wie bisher auch – das Einstiegsgeld zur Verfügung.

 

Der Gründungszuschuss ist bei der in der Region zuständigen Bundesagentur für Arbeit zu beantragen. Umfassendere Informationen zum Gründungszuschuss finden sie u.a. bei der IHK für München und Oberbayern unter:

https://www.ihk-muenchen.de/ihk/documents/Gründung/Merkblatt-Gründungszuschuss.pdf

 

 

 

2. Zuschuss für Unternehmensberatung

Das Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ ist ein Programm, welches das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet.

Das Programm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. D.h. antragsberechtigt sind:

 

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen) und
  • Unternehmen, ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmern) sowie
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden (Unternehmen in Schwierigkeiten).

 

Gefördert werden hier Unternehmensberatungen als allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Zudem können neben den allgemeinen Themen noch spezielle Beratungen gefördert werden z.B. für Unternehmen, die von Frauen oder Migranten/innen geführt werden (vgl. spezielle Beratungsthemen).

 

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens.

 

Z.B. kann ein Jungunternehmen mit Sitz in Bayern maximal 2.000 € als Zuschuss erhalten (= 50% der maximalen Bemessungsgrundlage/Beratungskosten in Höhe von 4.000 €, d.h. es verbleibt ein zu zahlender Eigenanteil von 2.000 € sowie der Eigenanteil für die Mehrwertsteuer auf 4.000 €)

 

Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten müssen bei der jeweiligen für sie zuständigen Leitstelle (Regionalpartner) ein kostenloses Informationsgespräch durchführen, bevor sie einen Antrag stellen. Bestandsunternehmen ist dies freigestellt. Die Anträge auf Zuschussgewährung zu den Kosten einer geplanten Beratung können nur noch online über die Antragsplattform des BAFA gestellt werden.

 

Weitere Informationen erhalten sie unter:

www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.htm

 

 

 

II. Förderdarlehen für Gründer und Unternehmensnachfolger

 

Grundsätzliches zu Förderdarlehen:

Förderprogramme der KfW Bank sowie der LfA Förderbank Bayern sind zinsvergünstigte (subventionierte) Darlehen bzw. Nachrangdarlehen, welche speziell für kleine und mittlere Unternehmen konzipiert wurden. Diese Finanzierungsprogramme können nur in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Hausbank des Unternehmers/Gründers beantragt und abgewickelt werden (Hausbankprinzip). Zudem gilt die Vorbeginn-Klausel, d.h. es wird kein Vorhaben gefördert bzw. finanziert, welches zum Zeitpunkt der Antragsstellung bei der Hausbank schon begonnen wurde (keine Nachfinanzierung).

 

Da es diverse Förderprogramme zu unterschiedlichen Vorhaben, Finanzierungsgrößen etc. gibt, empfiehlt es sich sich vernünftig im Vorfeld hierzu beraten zu lassen bzw. die Merkblätter zu den einzelnen Programmen genau zu lesen.

 

Ein weiterer Vorteil bietet sich im Rahmen dieser Förderprogramme bei fehlenden oder nicht ausreichenden Sicherheiten, die im Zuge einer Kreditvergabe, mitverhandelt werden. Hier bieten die meisten Programme eine sog. Haftungsfreistellung in einer gewissen prozentualen Größe an. Zudem kann auch, falls eine Haftungsfreistellung nicht ausreicht bzw. nicht möglich sein sollte, anstelle einer Haftungsfreistellung eine Bürgschaft beantragt werden.

 

Grundsätzlich sind Unternehmen in Schwierigkeiten bzw. sich in Sanierung befindliche Unternehmen von diesen Förderprogrammen ausgeschlossen.

 

 

Die Förderinstitutionen:

 

1. KfW Mittelstandsbank – Gründen und Nachfolge

Die KfW Mittelstandsbank mit Sitz in Frankfurt am Main fördert Existenzgründer, Freiberufler und kleine und mittlere Unternehmen. Sie setzt dabei sowohl langfristige Förderkredite als auch innovative Finanzierungsinstrumente wie z.B. Mezzanine-Kapital und Beteiligungsfinanzierungen ein.

 

Aktuelle Förderprogramme für Gründer und Nachfolger:

  • ERP-Gründerkredit – Startgeld bis 100.000 € Vorhabenssumme
  • ERP-Gründerkredit Universell – bis zu 25 Mio. € Vorhabensumme, flexibel einsetzbar
  • ERP-Kapital für Gründung – bis 500.000 € Vorhabenssumme als Nachrangkapital mit Eigenkapitalcharakter
  • Risikoentlastung bei nicht vorhandenen oder nicht ausreichenden Sicherheiten:Haftungsfreistellungen                                                        

 

Mehr Informationen hierzu erhalten Sie unter: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gründen-Erweitern/

 

 

2. LfA Förderbank Bayern

Die förderbank Bayern mit Sitz in München fördert ebenso wie die KfW gewerbliche und freiberufliche Existenzgründungen, darin eingeschlossen Betriebsübernahmen sowie tätige Beteiligungen. Innerhalb einer 5-jährigen Existenzgründungsphase stehen Gründerkonditionen zur Verfügung.

 

Dazu hält die LfA Förderbank Bayern folgende Förderangebote bereit:

  • Darlehen: Startkredit und Startkredit 100 für Vorhaben mit Investitionsvolumen größer 25.000 €
  • Darlehen: Universalkredit für Vorhaben mit Investitionsvolumen größer 25.000 €
  • Beteiligungskapital für Gründer: Stille Beteiligungen durch die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft GmbH
  • Risikoentlastung bei nicht vorhandenen oder nicht ausreichenden Sicherheiten: LfA Bürgschaften oder Haftungsfreistellungen „Haftungplus“; die Bürgschaften können nicht durch Unternehmen aus dem Handel, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe oder dem Gartenbau beantragt werden! Ihnen steht der Weg der Bürgschaftsbeantragung über die Bürgschaftsbank Bayern offen.

 

Unter:

http://www.lfa.de/website/de/foerderangebote/gruendung/index.php

finden sie alle weiteren Informationen.

 

3. Bürgschaftsbank Bayern

Die Bürgschaftsbank Bayern mit Sitz in München kommt als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft immer dann in Spiel , wenn bankübliche Sicherheiten nicht oder in nicht ausreichender Höhe gestellt werden können. Unternehmen aus dem:

 

  • Handel,
  • Handwerk,
  • Hotel- und Gaststättengewerbe,
  • sowie Gartenbau

 

können dort eine sog. Ausfallbürgschaft als Sicherheit für ihren Kredit beantragen. Unternehmen aus dem Diensleistungssektor oder der Industrie behelfen sich durch die Möglichkeiten der Bürgschaftsbeantragung über die LfA Förderbank Bayern.

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